Home Unternehmen Leistungen Referenzen Lexikon
> Lexikon
Unternehmen


Suche nach:

Abgeschlossenheitsbescheinigung
Die Abgeschlossenheitsbescheinigung gilt für Wohnungen, die baulich vollkommen von fremden Wohnungen und Räumen abgeschlossen sind (z. B. durch Wände und Decken, die Schallschutz und Wärmeschutz gewährleisten, und einen eigenen abschließbaren Zugang). Die Abgeschlossenheitsbescheinigung ist Voraussetzung für die Anlage eines Grundbuchblattes und wird von der Bauaufsichtsbehörde ausgestellt.


Abstandsfläche
Abstandsflächen sind die Flächen vor den Außenwänden bis zur Grundstücksgrenze oder zur Straße, die von Bebauung freizuhalten sind. Ihre Größe richtet sich nach der Länge und Höhe der Wand sowie nach der Art des Baugebietes. Sie dienen in erster Linie dem Brandschutz, der Lüftung und Beleuchtung durch Tageslicht, dem Schutz der Nachbarn vor Belästigungen. Garagen und Nebengebäude bis zu einer bestimmten Größe brauchen keine Abstandsfläche. Vorbauten (z.B. Erker) dürfen in die Abstandsfläche hinein ragen. Einzelne Bundesländer haben spezielle Länderregelungen zu Abstandsflächen getroffen (siehe Bauwich, Schmalseitenprivileg).


Atmende Baustoffe
Atmende Baustoffe sind diffusionsoffene Baustoffe, die Luft- und Dampfdurchlässig sind. Sie nehmen Feuchte auf und geben sie später wieder ab. Diffusionsoffene Baustoffe bieten damit einen guten Feuchtigkeitsausgleich und sorgen für ein gutes und angenehmes Raumklima. Die bekanntesten diffusionsoffenen Baustoffe sind Ziegel und Porenbeton. Ein Gegensatz zu den atmenden Baustoffen stellen die gasdichte Baustoffe, wie Glas, Stahl, Metalle, Folien, Fliesen und Klinker dar. An diesen Stoffen kondensiert die feuchte Raumluft.
Quelle: Sophie Gebhardt - 17005/2004-07-28


Attika
Die Attika ist eine geschlossene, fensterlose Aufmauerung über dem Hauptgesims eines Gebäudes, um die Dachkonstruktion zu verdecken. Die Attika kann auch aus Balustern gebildet oder mit Statuen besetzt sein. Man findet die Attika bereits in der römischen Baukunst, aber auch in der Renaissance und Barock bis hin zum Klassizismus.


Aufsparrendämmung
Unter Aufsparrendämmung versteht man die Wärmedämmung von Satteldächern oberhalb der Sparren. Hier bildet die Dämmschicht eine durchgehende Ebene direkt unter der Dacheindeckung. Die Dämmplatten werden von außen auf den Dachsparren aufgebracht, bevor die Deckung des Daches erfolgt. Gebälk und Holzschalungen bleiben raumseitig sichtbar. Bei modernen Dämmsystemen ist eine Unterdeckbahn bereits auf den Dämmplatten aufkaschiert. Da die außen liegende Dämmung extremen Temperaturwechseln ausgesetzt ist, müssen die einzelnen Platten besonders dimensionsstabil sein, um spätere Rissbildung, Knack- und Knirschgeräusche zu verhindern. Wichtig ist außerdem, dass das Dämmmaterial ausreichend belüftet wird.


Barrierefreies Bauen
Barrierefreies Bauen ist die Bezeichnung für die Ausführung und Ausstattung von Gebäuden, Strassen Plätzen, öffentlichen Verkehrsanlagen mit dem Anspruch, dass diese baulichen Anlagen für alle Menschen barrierefrei, also behindertengerecht nutzbar sein müssen. Insbesondere die nachfolgenden Nutzer müssen dadurch in die Lage versetzt werden, von fremder Hilfe weitgehend unabhängig zu sein- Rollstuhlbenutzer :Blinde und Sehbehinderte, Gehörlose und Hörgeschädigte,-Gehbehinderte, Menschen mit sonstigen Behinderungen, ältere Menschen, Kinder, klein- und großwüchsige Menschen. Wichtig sind ausreichend breite Türrahmen sowie genügend Bewegungsflächen. Auch Bäder sollten barrierefrei geplant und ausgeführt werden - etwa indem der Duschplatz ohne Schwelle, also bodengleich ausgeführt wird.


Bauantrag
Ein Bauantrag muss gestellt werden, um eine Baugenehmigung für einen Neu-, An- oder Umbau sowie Nutzungsänderungen / Umnutzungen zu bekommen. Ein Bauantrag darf nur von solchen Personen eingereicht werden, die eine Vorlageberechtigung haben. Das sind Architekten und Bauingenieure. Grundsätzlich gehören zum Bauantrag neben dem formalen Antrag auf die Baugenehmigung (Antragsformular), ein Lageplan, ein Übersichtsplan, Bauzeichnungen, Baubeschreibung, Berechnung der Grundflächen und Geschossflächenzahl, des umbauten Raumes und der Nutz- und Wohnflächen, Nachweis der erforderlichen PKW-Einstellplätze, die bautechnischen Nachweise (Statik) sowie Wärme- und Schallschutznachweis. Die einzelnen Bundesländer stellen in ihren (Landes)Bauordnungen teilweise unterschiedliche Anforderungen an den Bauantrag. Wichtig ist, dass der Antrag mit allen erforderlichen Unterlagen eingereicht wird. Sonst verzögert sich die Bearbeitung und im schlimmsten Fall kann er sogar abgelehnt werden.


Baugenehmigung
Eine Baugenehmigung wird von der Bauaufsichtsbehörde erteilt, wenn der Bauantrag (oder Bauänderungs- oder Abbruchsantrag) im Baugenehmigungsverfahren akzeptiert wird. Das ist der Fall, wenn dem Bauvorhaben öffentlich-rechtliche Vorschriften nicht entgegenstehen. Erst wenn die Baugenehmigung vorliegt, darf mit den Bauarbeiten (einschließlich des Erdaushubs) begonnen werden. Dies darf nur dann früher geschehen, wenn bereits eine Teilbaugenehmigung vorliegt. Die Baugenehmigung berücksichtigt nicht mögliche private Rechte Dritter. Ein Bauvorhaben kann trotz erteilter Baugenehmigung nach zivilrechtlichen Vorschriften unzulässig sein, wenn Gefahren oder unzumutbare Belästigungen von der Allgemeinheit nicht abzuwenden ist. Vorschriften des privaten Nachbarrechts oder vertragliche Bindungen sind zu beachten. Beim vereinfachten Genehmigungsverfahren gilt die Baugenehmigung unter bestimmten Voraussetzungen als erteilt, wenn die Behörde innerhalb einer festgelegten Frist nicht widersprochen hat (siehe Bauanzeige ). Eine Baugenehmigung verliert nach einer bestimmten Zeit ihre Gültigkeit, wenn mit dem Bau nicht begonnen wird. Eine Abweichung von genehmigten Plänen bedarf der erneuten Zustimmung der Behörde. Baubeginn und ausführende Firma sind der Baubehörde zu melden, für die Genehmigung fallen den Baugenehmigungsgebühren an.


Baulast
Die Baulast ist eine freiwillige, öffentlich-rechtliche Verpflichtung eines Grundstückeigentümers gegenüber der Bauaufsichtsbehörde, durch die sein Grundstück zugunsten eines andern einer bestimmten Nutzungsbeschränkung (durch Tun, Dulden oder Unterlassen) unterworfen wird. Beispiel Grundstücks-Befahrung: Ein Grundstückseigentümer duldet, dass der Nachbar seinen Boden zur Überfahrt auf das eigene Grundstück nutzt. Damit keine Streitigkeiten entstehen, gibt der Eigentümer eine entsprechende Erklärung gegenüber der Baubehörde ab, die ins Baulastenverzeichnis eingetragen wird. Die Baulast schränkt die bauliche Nutzung eines Grundstücks ein. Beispiel Abstandsfläche: Abstandsflächen des Nachbarn können auf das eigene Grundstück übernommen werden, damit dieser seine Baupläne verwirklichen kann. Hat der Voreigentümer eine Baulast eintragen lassen, muss der Käufer nicht nur die eigene Abstandsfläche einhalten, sondern auch die vom Vorbesitzer vereinbarte. Deshalb sollte man vor Vertragsabschluss nicht nur einen Blick ins Grundbuch, sondern auch ins Baulastenverzeichnis werfen.


Baumangel
Ein Baumangel ist die Abweichung vom vertraglich geschuldeten Zustand. Also eine Diskrepanz zwischen Soll- und Ist-Zustand. Der Soll- Zustand wird durch den Vertrag präzisiert. Es liegt ein Mangel vor,wenn die vereinbarte Beschaffenheit nicht vorliegt, wenn eine allgemeine anerkannte Regel der Bautechnik nicht eingehalten wurde, wenn ein Fehler vorliegt, der den Wert oder die Tauglichkeit zu dem gewöhnlichen oder dem nach dem Vertrag vorausgesetzten Gebrauch aufhebt oder mindert. Bei der Bauabnahme wird ein Protokoll erstellt, in dem alle Baumängel festgehalten werden. Daraufhin wird der Unternehmer aufgefordert, sie in angemessener Frist zu beseitigen. Mängel, die erst nach der Abnahme auftreten oder sichtbar werden unterliegen in der Regel der Gewährleistung, die allerdings bei einem Vertrag nach der Verdingungsordnung für Bauleistungen ( VOB ) nach zwei Jahren verjähren, bei einem Vertrag nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch nach fünf Jahren.


Baunebenkosten
Die Baunebenkosten sind in der Kostengliederung der DIN 276, Kostengruppe 700 aufgelistet und sind eine spezielle Gruppe der Baukosten. Baunebenkosten sind, Kosten der Architekten- und Ingenieurleistungen; diese Leistungen umfassen namentlich Planungen, Ausschreibungen, Bauleitung, Bauführung und Bauabrechnung, Kosten der dem Bauherrn obliegenden Verwaltungsleistungen bei Vorbereitung und Durchführung des Bauvorhabens, Kosten der Behördenleistungen; hierzu gehören die Kosten der Prüfungen und Genehmigungen der Behörden oder Beauftragten der Behörden, folgende Kosten: Kosten der Beschaffung der Finanzierungsmittel, z.B. Maklerprovisionen, Gerichts- und Notarkosten, einmalige Geldbeschaffungskosten, Hypothekendisagio, Kreditprovisionen und Spesen, Wertberechnungs- und Bearbeitungsgebühren, Bereitstellungskosten, Kapitalkosten und Erbbauzinsen, die auf die Bauzeit entfallen, Kosten der Beschaffung und Verzinsung der Zwischenfinanzierungsmittel einschließlich der gestundeten Geldbeschaffungskosten (Disagiodarlehen) Steuerbelastungen des Baugrundstücks, die auf die Bauzeit entfallen, Kosten der Beschaffung von Darlehen und Zuschüssen zur Deckung von laufenden Aufwendungen, Fremdkapitalkosten, Annuitäten und Bewirtschaftungskosten, Sonstige Nebenkosten, z.B. die Kosten der Bauversicherungen während der Bauzeit, der Bauwache, der Baustoffprüfungen des Bauherrn, der Grundsteinlegungs- und Richtfeier. In der Regel kann man ca. 15 - 20 % der Baukosten für die Baunebenkosten veranschlagen.


Bauvoranfrage
Eine Bauvoranfrage gibt erste Auskunft über die Bebaubarkeit eines Grundstücks sowie über einzuhaltende Vorschriften. Die Bauvoranfrage ist schriftlich an das jeweilige Amt zu stellen. Die Antwort ist nicht verbindlich und sollte nach etwa vier Wochen vorliegen. Es kann auch eine Bauvoranfrage gestellt werden, die sich auf einzelne bauplanungsrechtliche Fragen bezieht und über die dann in einem Bauvorbescheid entschieden werden. Eine Bauvoranfrage ist vor allem dann sinnvoll, wenn die bauplanungsrechtliche Seite zweifelhaft erscheint und es möglich ist, dass gewisse Vorstellungen gar nicht verwirklicht werden dürfen. Aus diesen Erwägungen heraus ist es häufig sinnvoll eine Bauvoranfrage vor Erwerb des Grundstücks zu stellen. Ist der Baubescheid oder die Bebauungsgenehmigung positiv, so kann man während der dreijährigen Geltungsdauer des Bescheids sicher sein, dass die gestellten Fragen auch in der Baugenehmigung nicht anders entschieden werden. Die Bauvoranfrage kann ohne Architekten oder Planer gestellt werden. In einigen Bundesländern kann dies sogar formlos geschehen. Jedoch kostet bereits die Bauvoranfrage Geld. Zudem kann die Beantwortung unter Umständen genauso lang wie die Bearbeitung des Bauantrages dauern. Eine Bauvoranfrage ist deshalb nur dort sinnvoll, wo kein qualifizierter Bebauungsplan vorliegt. In diesem Fall orientiert sich die Genehmigung in der Regel an der Nachbarbebauung. Wichtig: Der Vorbescheid bezieht sich nur auf die ganz konkret gestellten Fragen. Je präziser die Fragen gestellt sind, desto klarer sind auch die Antworten. Dann lassen die Antworten auch weniger irreführenden Interpretationsspielraum zu. Das kann unter Umständen dazu führen, dass Teile der späteren Entwurfsplanung, die dem Vorbescheid widersprechen, im Genehmigungsverfahren abgelehnt werden. Hilfreich ist auf jeden Fall ein persönliches Gespräch im Bauamt. Hierbei lassen sich die meisten Fragen und Wünsche klären. Oft kann auch ein ortsansässiger Architekt die Chancen der Genehmigungsfähigkeit einschätzen, ohne dass sofort Kosten entstehen müssen.


Bebauungsplan
(§§ 8 - 10 BauGB). Der Bebauungsplan ist ein verbindlicher Bauleitplan. Er wird aus dem Flächennutzungsplan entwickelt und enthält als gemeindliche Satzung rechtsverbindliche, konkrete und parzellenscharfe Festsetzungen über Art und Maß der baulichen Nutzung innerhalb des Plangebietes. Qualifizierte Bebauungspläne enthalten ferner Festsetzungen über die örtlichen Verkehrsflächen und die überbaubaren Grundstücksflächen.


BHKW
Wird in einer Anlage gleichzeitig Wärme und Strom - also Kraft - erzeugt, so spricht man von einer Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). In einem Heizkraftwerk findet die KWK statt. Erfolgt die KWK zur lokalen Erzeugung von Energie in einer kompakten Anlage vor Ort, spricht man von einem Blockheizkraftwerk (BHKW). Mit einem stationären Verbrennungsmotor, einer kleinen Gasturbine oder einer Brennstoffzelle wird Strom erzeugt. Die dabei entstehende Abwärme wird zur Warmwasserbereitung und zu Heizzwecken genutzt.


Blower-Door
Blower-Door ist ein Meßsystem, das die Undichtigkeiten einer Gebäudehülle darstellt. Für die Messung der Luftdurchlässigkeit einer Wohnung oder eines Gebäudes wird ein Ventilator (Blower) luftdicht in die Öffnung einer Tür (Door) oder eines Fensters eingebaut. Bei Ventilatorbetrieb und geschlossenen Türen und Fenstern kann in der Wohnung oder im Gebäude eine Druckdifferenz (Unter- oder Überdruck) zur Außenluft erzeugt werden. Die Höhe der Druckdifferenz (ca. 10 bis 60 Pascal) ist über die Ventilatordrehzahl einstellbar. Die Differenz führt zu einem Luftvolumenstrom durch alle Undichtigkeiten in der Gebäudehülle. Das Verhältnis von Volumenstrom zum Innenvolumen der Wohnung oder des Gebäudes wird als Luftwechselrate (n50) bezeichnet. Sie gibt Aufschluss über die Güte der Luftdichtheit einer Gebäudehülle. Mit Hilfe von Rauchstäbchen oder Nebelgeräten kann die Luftbewegung sichtbar gemacht werden. Die Bestimmung der Luftdichtheit von Gebäuden erfolgt nach ISO 9972. Demnach darf die Luftwechselzahl bei Gebäuden ohne Lüftungsanlagen den Kennwert 3 und bei Gebäuden mit Lüftungsanlagen den Kennwert 1,5 nicht überschreiten.


Brandwand
Brandschutzwände müssen feuerbeständig sein und dürfen im Brandfall ihre Standfestigkeit nicht verlieren. Sie sind dazu bestimmt, die Ausbreitung von Feuer auf andere Gebäude oder Gebäudeteilen zu verhindern. Brandschutzwände werden aber auch oftmals bei Treppenhäusern und Fluren zur Sicherung der Fluchtwege gefordert. Sie müssen bis unter die Dachhaut reichen und dürfen nicht von brennbaren Baustoffen z.B. Holzbalken überbrückt werden. Durchbrochen werden dürfen Brandwände nur durch Feuerschutztüren oder -klappen. Je nach konstruktiver Ausführung und den im Ständerwerk verwendeten Materialien gelten diese als F30 (feuerhemmend) oder als F90 (feuerbeständig).


Dach
Man unterscheidet nach der äußeren geometrischen Gestalt eines Dachs zwischen den folgenden Dachformen:Satteldach, Walmdach, Krüppelwalmdach, Kuppeldach, Pultdach, Mansarddach, Zeltdach, Turmdach, Sägedach, Kuppeldach, Sheddach, Tonnendach, Flachdach, Kreuzdach, Zwiebeldach
Quelle: Sophie Gebhardt - 17089/2004-07


Dachformen
Man unterscheidet nach der äußeren geometrischen Gestalt eines Dachs zwischen den folgenden Dachformen:Satteldach, Walmdach, Krüppelwalmdach, Kuppeldach, Pultdach, Mansarddach, Zeltdach, Turmdach, Sägedach, Kuppeldach, Sheddach, Tonnendach, Flachdach, Kreuzdach und das Zwiebeldach


Dachziegel
Dachziegel sind flache oder gebogene, keramische, meist schuppenartig verlegte Bauteile zur Deckung von geneigten Dachflächen und werden aus Ton geformt und gebrannt. Nach Art der Herstellung, Form und Abmessung unterscheidet man Press- oder Strangdachziegel oder Handstrichziegel. Sie werden in natürlicher Brennfarbe, durchgehend gefärbt, engobiert, glasiert oder gedämpft hergestellt.


Dampfbremse
Dampfbremse ist im Unterschied zur absolut dichten Dampfsperre eine Folie, die nicht absolut luft- und wasserdampfdiffusionsdicht ist. Das bedeutet, dass die Poren in der Folie ausreichend groß sind, damit Dampfmoleküle diffundieren können, Wassertropfen jedoch nicht hindurchtreten können. So wird die Wärmedämmungen vor Wasser geschützt, denn eine feuchte Wärmedämmung ist wirkungslos. Die Dampfbremse wird auf die warme Seite, also raumseitig auf die Dämmung gebracht. Eine absolut lückenlose Verlegung ist dabei unerlässlich. Als Materialien sind Polyäthylenfolien, Kraftpapiere, Wachspapier erhältlich


Dampfsperre
Die Dampfsperre verhindert, dass sich hinter einer Innendämmung Tauwasser sammelt; bei einer Dachdämmung erhöht sie gleichzeitig die Winddichtigkeit. Die Dampfsperre wird zwischen Dämmstoff und Innenputz bzw. -verkleidung angebracht. Die Feuchtigkeit der Raumluft kann so nicht mehr das Dämm-Material erreichen. Die Dampfsperre besteht üblicherweise aus Aluminium oder Polyethylen (PE); bei so genannten Innendämmungs-Verbundplatten ist sie meist integriert


DIN
DIN ist die Abkürzung für Deutsches Institut für Normung, das 1917 gegründet wurde und seinen Sitz in Berlin hat. Zusammen mit Herstellern, dem Handel, Handwerk, Dienstleistungsunternehmen, Wissenschaftlern, Verbrauchern und Behörden werden Normen erarbeitet, die unter anderem dem Stand der Technik, der Qualitätssicherung, der Sicherheit und dem Umweltschutz dienen. Das Institut stellt die DIN-Normen auch im Bereich des Bauwesens auf. Hier werden z.B. Baustoffe und Baukonstruktionen in ihren physikalischen Qualitäten und in ihren Maßen genormt (welche Normen gelten, ist Ländersache) oder die Kostengliederung. Nur Produkte, die festgelegte Rahmenbedingungen erfüllen, dürfen die Prüfbezeichnung »DIN« tragen. Kritiker werfen dem Verfahren allerdings eine zu enge Bindung an industrielle Interessen vor.


Drempel
Der Drempel ist die senkrechte Wand zwischen der lastaufnehmenden Dachkonstruktion und der obersten Geschossdecke, also die Verlängerung der Hausaußenwand nach oben unter das Dach. Je höher diese Wand ist, desto mehr Platz bietet das Dachgeschoß zum aufrechten Gehen und umso komfortabler wird die Wohnung. Da der Drempel etwa Kniehoch ist wird er auch Kniestock genannt.


Einblasdämmung
Die Einblasdämmung ist eine nachträglich in schwer zugängliche Bereiche, eingebrachte Dämmung, die vorwiegend im Altbau verwendet wird. Überwiegend wird der Zwischraum eines Mauerwerks nachträglich gedämmt, indem durch ca. 2-3 cm große Einblasöffnungen Blähperlite mit einem Förderschlauch in die Luftschicht lückenlos eingeblasen werden. Die Dämmung zwischen zwei Mauerwerken wird auch als Kerndämmung bezeichnet.


Energie-Einsparverordung
Die Energie-Einsparverordnung
Novelliert 2009
Änderungen im Überblick
Die wesentliche Änderung der EnEV 2009 gegenüber der vorigen Ausgabe aus dem Jahr 2007 betrifft das Anforderungsniveau für Neubauten und bestehende Gebäude im Fall wesentlicher Änderungen und Modernisierungen der Außenbauteile. Hier ist eine Verschärfung der Anforderungen an den Jahres-Primärenergiebedarf um ca. 30 % gegenüber den Vorgaben der EnEV 2007 vorgesehen. Die Anforderungen an den Transmissionswärmeverlust werden gegenüber der EnEV 2007 um ca. 15 % verschärft. In einem weiteren Schritt sollen die Anforderungen noch mal um etwa die gleiche Größenordnung bis zum Jahr 2012 (EnEV 2012) angehoben werden.



Entwicklung energetischer Anforderungen für Neubauten (hier: A/Ve-Verhältnis 0,75 m–1)

Die wesentlichen Änderungen gegenüber der alten Verordnung von 2007 lassen sich wie folgt zusammenfassen:

· Verschärfung der Anforderungen bei Neubauten (zu errichtende Gebäude) an den Jahres-Primärenergiebedarf um ca. 30 % sowie an den Transmissionswärmeverlust um ca. 15 % gegenüber den Vorgaben der EnEV 2007.

· Einführung des Referenzgebäudeverfahrens auch bei Wohngebäuden: Wie schon bei den Nichtwohngebäuden wird der maximale Jahres-Primärenergiebedarf in Zukunft nicht mehr mit einer einfachen Formel in Abhängigkeit vom A/Ve-Verhältnis ermittelt, sondern ergibt sich individuell für ein Referenzgebäude mit gleicher Geometrie, Gebäudenutzfläche und Ausrichtung wie das zu berechnende Wohngebäude.

· Änderung der Berechnung des maximalen Transmissionswärmeverlusts HT': Der maximal zulässige Transmissionswärmeverlust HT', der dem mittleren U-Wert aller Außenbauteile entspricht, ist zukünftig nicht mehr vom A/Ve-Verhältnis abhängig, sondern bezieht sich auf die Lage und teilweise die Größe des Gebäudes. Es werden dabei frei stehende, einseitig angebaute und sonstige Wohngebäude sowie Erweiterungen und Ausbauten unterschieden. Bei frei stehenden Wohngebäuden hängt der zulässige Transmissionswärmeverlust darüber hinaus noch von der Größe (Gebäudenutzfläche) ab. Die Anforderungen an kleine frei stehende Wohngebäude sind dabei schärfer als bei anderen Wohngebäuden.

· Einführung eines neuen Bilanzierungsverfahrens für Wohngebäude auf Basis der DIN V 18599: Hierzu soll die DIN V 18599 um einen Teil für Wohngebäude erweitert werden. Das bisherige Monatsbilanzverfahren nach DIN V 4108-6 und DIN 4701-10 darf alternativ angewendet werden. Beim Nachweis ist darauf zu achten, dass das zu berechnende Wohngebäude und das Referenzgebäude nach dem gleichen Verfahren (DIN V 18599 oder DIN V 4108-6/DIN V 4701-10) berechnet werden.

· Wegfall des in der EnEV 2007 enthaltenen vereinfachten Verfahrens zur Berechnung von Jahresheiz- und Primärenergiebedarf für Wohngebäude (Neubau und Bestand): Anstelle des vereinfachten Verfahrens ist entweder das neue Bilanzierungsverfahren nach DIN V 18599 oder das Monatsbilanzverfahren nach DIN V 4108-6 in Verbindung mit DIN V 4701-10 zu verwenden.

· Wegfall der 76-%-Regel: Für Gebäude, die durch Heizsysteme beheizt werden, für die es keine Berechnungsregeln gibt, konnte in der EnEV 2007 der Nachweis durch Einhaltung des Transmissionswärmeverlusts bzw. des Transmissionswärmetransferkoeffizienten (76-%-Regel) geführt werden. Dieser Nachweis entfällt künftig. Stattdessen dürfen für die Berechnung der Heizsysteme Komponenten mit ähnlichen energetischen Eigenschaften angesetzt werden.

· Verschärfung der energetischen Anforderungen an Außenbauteile um ca. 30 % gegenüber der EnEV 2007 im Fall wesentlicher Änderungen und Modernisierungen von bestehenden Gebäuden.

· Schrittweise Außerbetriebnahme von elektrischen Speicherheizsystemen (Nachtspeicherheizungen). Hier sind jedoch teilweise lange Übergangsfristen vorgesehen.

· Dämmung oberster Geschossdecken bis 2011: Bis 2011 müssen auch begehbare oberste Geschossdecken so gedämmt werden, dass der Wärmedurchgangskoeffizient den Wert von 0,24 W/(m2K) nicht überschreitet. Bisher waren von dieser Regelung nur nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken betroffen.

· Überprüfung der Einhaltung von Nachrüstverpflichtungen und anlagentechnischen Anforderungen durch den Bezirksschornsteinfegermeister.

· Einführung privater Nachweispflichten (Fachunternehmererklärungen) und stichprobenweise Kontrolle durch die zuständigen Behörden zur Überprüfung der Regelungen der EnEV.



Erbbaurecht
Das Erbbaurecht ist nach § 1 ErbbauVO ein veräußerliches und vererbliches, grundstücksgleiches Recht, auf oder unter einem (fremden) Grundstück ein Bauwerk zu errichten und zu nutzen. Es ist i.d.R. befristet. Für das Erbbaurecht wird ein besonderes Grundbuch (Erbbaugrundbuch) gebildet. Als Entgelt ist ein Erbbauzins zu entrichten.


Flachkollektoren
Flachkollektor ist ein Sonnenkollektor, bei dem der Absorber in einem flachen, wärmegedämmten Gehäuse untergebracht ist, das mit einer Glasplatte verschlossen wurde. Die Eintrittsfläche des Flachkollektors ist etwa ebenso groß wie die Absorberfläche. Die Preise für einen Flachkollektor sind deutlich niedriger als für die leistungsfähigeren Vakuum-Röhrenkollektoren.


Frostgrenze
Mit der Frostgrenze bezeichnet man die Eindringtiefe des Frostes in das Erdreich und in die Bauteile. Die durchschnittliche Frosttiefe in Deutschland beträgt etwa 0,80 - 1,2 m.


Gefache
Gefache sind die Flächen zwischen den tragenden Balken eines Fachwerkhauses. Diese Leerräume nehmen keine Lasten auf und werden mit Lehm-Reisigverbänden oder Ziegelsteinen ausgefüllt.


Gewährleistung
Architekt und Bauunternehmer haben zeitlich befristet für die ordnungsgemäße und vertragsgemäße Erfüllung ihrer Leistungspflichten einzustehen (= Gewährleistung). Die Frist dafür ist gesetzlich oder einzelvertraglich begrenzt. Nach dem BGB beträgt die Gewährleistungsfrist 5 Jahre, nach der VOB 2 Jahre nach erfolgter Abnahme oder entsprechenden Vorgängen, z.B. der Schlusszahlung. Innerhalb der Gewährleistungsfrist hat der Auftraggeber einen Anspruch auf Beseitigung von Mängeln (Baumangel), die auf eine vertragswidrige Leistung zurückzuführen sind.


Gründach
Das Gründach ist ein Flachdach mit einer Intensiven Begrünung oder Extensiven Begrünung. Vorteile eines Gründachs: - tragen zum Umweltschutz bei, da sie Staubpartikel und Schadstoffe binden, Feuchtigkeit speichern und zusätzliche Vegetationsflächen schaffen - Verbessern die Wohnqualität, da sie an heissen Tagen den Wohnraum kühlen und den Schallschutz verbessern - sind langlebiger als herkömmliche Kiesdächer, da die Abdichtung vor UV-Strahlung geschützt wird - verbessern das optische Umfeld Nachteile - es wird ein höherer Konstruktionsaufbau benötigt - es wird zusätzliche eine Schicht gegen Durchwurzelung benötigt - höherer Pflegebedarf - Verstopfung der Dränage und Entwässerung durch Pflanzenwurzeln und Laub möglich Beim Gründach wird zwischen der Intensiven Begrünung und der Extensiven Begrünung unterscheiden.


Haarrisse
Haarrisse sind feine, netzförmig verlaufende Risse an der Oberfläche von Werkstoffen wie z.B. Beton, Putz, Ton und Estrich, die sich mit bis zu 0,2 mm Breite bemerkbar machen. In der Regel sind diese Risse auf Schwund, Spannungen, einem zu hohen Bindemittelanteil oder durch einen zu dicken Putz oder Farbauftrag zurückzuführen


Hausschwamm
Hausschwamm ist ein saprotropher Pilz mit wattigem und hautartigem Oberflächenwachstum und wurzelartigen Strängen. Das Gefährliche ist, das er sich an der lichtabgewandten Seite des Holzes, also in verdeckten Bereichen ansiedelt und daher häufig erst sehr spät entdeckt wird. Außerdem wächst er auch auf halbtrockenem Holz und kann sich über trockenes Holz hinweg ausbreitet. Die erfolgreiche Bekämpfung oder eine schadensfreie Bauausführung ist nicht nur ein privat-rechtliches sondern auch ein öffentlich-rechtliches Anliegen. Die Ausbreitung erfolgt auch auf und durch mangelhaftes Mauerwerk.


HOAI
Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) legt die Honorare dieser Berufsgruppen fest. Das Honorar kann bis zu 19 % der Gesamtkosten eines öffentlichen Bauprojektes betragen.


Holzschädlinge
Holzschädlinge sind Pilz-und Insektenarten, die durch Nahrungsaufnahme oder durch das Anlegen einer Wohn-oder Brutstätte das Holz zerstören oder angreifen. Der Pilzbefall ist immer eine Folge von übermäßiger Feuchtigkeit. Besonders gefährdet sind hier Balkenteile, die in Außenwänden verschwinden, wie z.B Balkenköpfe. Die drei häufigsten holzerstörenden Pilzarten, die im haus vorkommen, sind der Echte Haussschwamm, der Kellerschwamm (Warzenschwamm) und der Porenschwamm. Der Insektenbefall kann auftreten, wenn frisches, nicht entrindetes Holz verwendet wurde. Doch auch im tockenen Zustand eingebautes Holz kann von Insekten oder Larven befallen werden. Die drei folgenden Insektenarten kommen am häufigsten vor: der Hausbock, der Klopfkäfer und der braune Splintholzkäfer.


Innendämmung
Eine Innendämmung wird häufig nachträglich bei bestehenden Gebäuden eingebaut, bei denen das äußere Erscheinungsbild nicht zerstört werden soll. Da für die Innendämmung kein Baugerüst benötigt wird, können die Arbeiten schrittweise und oft auch in Eigenleistung durchgeführt werden. Die Innendämmung ist eine attraktive Alternative zur Außendämmung. Bei der Innendämmung liegt das Mauerwerk im Gegensatz zur Außendämmung auf der kalten Seite der Dämmung. Im Winterhalbjahr kann so Feuchtigkeit aus der Raumluft verstärkt an der kalten Seite der Dämmung kondensieren. Hier besteht die Gefahr der Tauwasserbildung und daraus resultierende Bauschäden. Um Tauwasserschäden zu vermeiden, muss auf der warmen Seite der Dämmung eine Dampfsperre eingebaut werden. Eine Dämmung von 6 cm ist empfehlenswert. Um Wärmebrücken zu vermeiden, sollte an einbindenden Innenwänden mit Dämmkeilen gearbeitet werden.


Isolierglas
Isolierglas ist ein Wärme- und Schalldämmglas, das es seit ca. 60 Jahren gibt. Es wird hergestellt aus Flachglas und ist eine Verglasungseinheit aus zwei oder mehreren luft- bzw. gasgefüllten, meist 12 bis 16 mm breiten Zwischenräumen. Organische Dichtungsmassen oder Verschweißungen verhindern am Rande der Scheiben den Durchtritt von Feuchtigkeit.


Jahresheizwärmebedarf
Der Jahresheizwärmebedarf ist die maßgebliche Kenngröße des jährlichen Wärmebedarfs. Der Heizwärmebedarf, resultierend aus den Wärmeverlusten über Transmission und Lüftung, wird durch die internen und solaren Gewinne reduziert. Die Kenngröße, die sich daraus ergibt, ist für den Wärmeschutznachweis eines Gebäudes erforderlich. Solare Gewinne erzielt man durch Solar - und Photovoltaikanlagen und Fensterflächen. Interne Gewinne entstehen durch elektrische Geräte, wie Computer, Lampen usw.


Kaltdach
Das Kaltdach ist im Gegensatz zum Warmdach ein belüftetes Dach. Der belüftete Hohlraum befindet sich dabei über der Wärmedämmung. An den Dachrändern befinden sich Öffnungen, wodurch der Hohlraum ständig einen Luftaustausch erfährt und so Feuchtigkeit aus dem Gebäudeinneren abgeleitet und eine Tauwasserbildung vermieden wird.


Kerndämmung
Bei der Kerndämmung wird der Luftzwischenraum von zwei Mauerwerksschalen mit einem Dämmstoff ausgefüllt. Dieser Zwischenraum sorgt dafür, dass eingedrungene Feuchtigkeit abtransportiert wird. Beim Verfüllen mit Dämmmaterial wird dadurch das Austrocknen der äußeren Mauerwerksschale bei Schlagregen verschlechtert. Aus diesem Grund sollte man hydrophobierte Dämmstoffe, wie Hyperlite-Schüttungen oder Mineralfaserflocken verwenden, die auch bei Feuchte nicht ihre Dämmeigenschaften verlieren. Mineralfaserflocken und -granulat sind insbesondere in Nachbarländern weit verbreitet. Hierbei sind bedeutend mehr Einblasöffnungen anzubringen, um Fehlstellen zu vermeiden. In Norddeutschland werden für die nachträglichen Kerndämmungen überwiegend Perlite verwendet. Wärmebrücken, z.B. an Mauerwerksanschlägen der Fenster- und Türöffnungen sowie bei Heizkörpernischen und Rollädenkästen lassen sich mit einer Kerndämmung nicht beheben. Wichtig ist allerdings, dass beim Schalenzwischenraum darauf geachtet wird, dass keine Mörtelreste in den Zwischenraum überstehen, denn dabei besteht die Gefahr der Wärmebrücken. Davon abgesehen verstärkt eine Kerndämmung Wärmebrücken nicht. Bei der Ausführung werden Löcher in die äußere Mauerwerksschale gebohrt, durch die das Dämmmaterial eingeblasen wird. Vor dem Ausblasen der Luftschicht muss überprüft werden, ob die bestehende Konstruktion in Ordnung ist. Das heißt, es dürfen keine Risse oder Undichtigkeiten vorhanden sein und das Mauerwerk darf nicht durchfeuchtet sein. Mit einem Endoskop kann man das Mauerwerk untersuchen und überprüfen, ob sich die Schüttung auch lückenlos verteilt hat.


Kokosfaser
Kokosfasern von der Kokospalme können zu Matten und Platten verfilzt werden und stellen so ein naturnahen Dämmstoff dar. Kokosfaserplatten eignen sich aufgrund ihrer Steifigkeit sehr gut als Trittschalldämmung. Sie sind schwer verottbar, geruchsneutral und diffusionsoffen. Bei der Verarbeitung kann das Zuschneiden mühsam und die Staubentwicklung lästig sein. Da sie nicht leicht verrotten und zudem wärmedämmend sind, wird die Kokosfaser in vielen Bereichen eingesetzt, in denen sonst keine anderen Naturstoffe, sondern ausschließlich künstliche Baustoffe zum Einsatz kommen. (z.B. zur Außendämmung).


Leistungsphasen in der HOAI
Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure unterteilt die Arbeit des Architekten in 9 Leistungsphasen:
1. Grundlagenermittlung
2. Vorplanung
3. Entwurfsplanung
4. Genehmigungsplanung
5. Ausführungsplanung
6. Vorbereitung der Vergabe
7. Mitwirkung der Vergabe
8. Objektüberwachung
9. Objektbetreuung und Dokumentation


Lüften
Im Sommer sollte man die Fenster über Nacht offen lassen, so dass die massiven Bauteile abkühlen und tagsüber die aufgenommene Kühle an den Raum wieder abgeben. Im Winter sollte man 5- 10 min. stoßlüften, die verbrauchte Luft wird ausgetauscht und die massiven Bauteile kühlen nicht aus.


Massivbauweise
Massivbauweise ist eine Bauweise, bei der die Wände, Decken, Pfeiler und Träger aus Mauerwerk, Natur- oder Kunststein, Beton oder Stahlbeton bestehen. Im Gegensatz dazu steht der Skelettbau, der Fachwerkbau oder der Stahlträgerrahmenbau.


Mineralische Dämmstoffe
Mineralische Dämmstoffe werden aus Ton, Gestein oder Glas hergestellt, welche eine hohe Feuerbeständigkeit aufweisen. Der Energieaufwand bei der Herstellung ist relativ hoch und der Dämmwert verhältnismäßig gut. Unterschieden werden zwischen Blähperliten, Blähton, Mineralfaserdämmstoffen und Schaumglas.


Natürliche Dämmstoffe
Natürliche Dämmstoffe sind Matten, Vliese und Filze aus Schafwolle (U-Wert 0,040-0,045), Baumwolle (0,040) und Kokosfasern (U-Wert 0,045 - 0,050), Platten und Schüttungen aus Zellulose (U-Wert 0,040 - 0,045) und Kork (U-Wert 0,040 - 0,055). Bei vergleichbaren Dämmeigenschaften sind diese Produkte allerdings meist deutlich teurer als konventionelle Dämmstoffe. Außerdem bieten sie einen geringeren Brandschutz (B2). Die Ausnahme: Schüttungen aus dem Vulkangestein Perlit (U-Wert 0,045-0,060) und aus Blähton (U-Wert 0,070-0,100). Sie gehören zur Brandschutzklasse A1.


Objektbetreuung
Die Objektüberwachung ist die achte Leistungsphase des § 15 der HOAI. In dieser Phase koordiniert der Architekt die Arbeiten auf der Baustelle und achtet darauf, das alle Arbeiten nach den Leistungsbeschreibungen, den Ausführungsplänen, der Baugenehmigung und nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik erstellt werden. Alle Rechnungen müssen überprüft werden, bevor sie zur Bezahlung frei gegeben werden. Bei der Übergabe des Hauses hat der Architekt das Gebäude auf Mängel zu überprüfen und hat gegebenenfalls die Mängelbeseitigung zu überwachen.


OSB-Platten
OSB-Platten (Oriented Sprand Boards) sind Platten aus Langen, schlanken, ausgerichteten Spänen, die mit Wachs und Phenolharz ummantelt werden. Unter Druck und Wärme werden die Flachspäne mit den Zusatzstoffen geformt und zu einer Platte verpresst.


Passivhaus
Eine amtliche Definition gibt es nicht, denn ein Passivhaus beschreibt keine bestimmte Bauform oder Bauweise sondern - ebenso wie das Niedrigenergiehaus - eher einen Verbrauchsstandard. Das Passivhaus kann als eine konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses betrachtet werden. Der Wärmebedarf ist so weit verringert, dass auf den Einsatz einer Heizungsanlage verzichtet werden kann.

Die wichtigsten Merkmale eines Passivhauses sind:
ausgezeichneter Wärmeschutz
kein Heizsystem
dreifache Wärmeschutzverglasung
Lüftungsanlage mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung


Perimeterdämmung
Unter Perimeterdämmung versteht man die außenseitige Dämmung an erdberührten Bauteilen, also in den meisten Fällen die Wärmedämmung der Kellerwände. Die Perimeterdämmung besteht dabei aus Wärmedämmstoffen, die nur geringe Wassermengen aufnehmen und ausreichend druckfest sind, so z.B. bestimmte Polystyrol-Hartschaumplatten. Gegenüber einer innenliegenden Dämmung hat sie den Vorteil, dass sie schon in der Rohbauphase eingebracht werden kann, keine Dampfsperre benötigt, die Abdichtung während der Bauzeit und beim Verfüllen der Baugrube schützt sowie das Bauwerk wärmebrückenfrei umhüllt.


Pfettendach
Ein Pfettendach ist ein Dachtragwerk, bei dem die Lasten aus den Sparren von Längsbalken, den Pfetten, getragen und in die darunter angeordneten, senkrechten Stützen eingeleitet werden. Die Stützen sind dabei mit den Pfetten durch Kopfbänder verbunden, wodurch die Längsaussteifung des Pfettendaches gewährleistet wird.


Raffstore
Der Raffstore ist ein Licht - bzw. Sichtschutz, der durch horizontal verlaufende Lamellen, eine flexible Dosierung des Lichteinfalls ermöglicht. Die Lamellen lassen sich fast in jedem beliebigen Winkel einstellen. Innen und Außen einsetzbar


Regenwassernutzung
Eine Regenwasseranlage sammelt das vom Dach abfließende Niederschlagswasser und führt es über Leitungen in eine Zisterne. Das in der Zisterne gesammelte Wasser wird mit Hilfe einer Hebepumpe zu den einzelnen Verbrauchsstellen, wie Toilettenspülung, Waschmaschinenanschluss oder zur Gartenbewässerung transportiert. Das Speichervolumen einer Zisterne richtet sich nach dem Wasserverbrauch und der Dachflächengröße. Für einen 4-Personen-Haushalt rechnet man etwa mit 2- 4m³ Speichervolumen, bei einer Dachfläche von 100-150 m².


Relative Luftfeuchtigkeit
Die relative Luftfeuchtigkeit wird in Relation zur maximal möglichen Feuchtigkeit (100 %) der Luft mit Wasserdampf angegeben. Die Aufnahmemenge ist temperaturabhängig. Luft mit einer relativen Luftfeuchte von 50% kann somit mehr Wasserdampf aufnehmen als eine Luft mit einer relativen Luftfeuchte von 60%.


Rigole
Eine Rigole ist ein Entwässerungsgraben, in dem Oberflächenwasser (Regenwasser) eingeleitet und abgeführt wird. Eine Rigole wird überwiegend aus Betonfertigteilen erstellt, können aber auch aus U-förmigen Stahlprofilen bestehen. Sie werden überall dort eingesetzt, wo sich aufgrund von Versiegelung (Straßen, Dächer, Wege, befestigte Flächen) Wasser ansammelt und abgeführt werden muss. Das Mulden-Rigolen-System ist eine Methode, bei der das Regenwasser versickert und gereinigt abgeführt wird.


Ringanker
Ringanker sind horizontal liegende Rahmen aus Stahlbeton, Stahl oder auch Holz zur Aufnahme von Zugkräften, die in den Wänden infolge von äußeren Lasten oder von Verformungsunterschieden entstehen können. Ein Ringanker ist dann notwendig, wenn die aufliegende Decke keine in sich ausgesteifte, massive Platte ist, die für die Standfestigkeit des Gebäudes mitsorgt.


Salzausblühungen
Salzausblühungen sind Bauschäden, die vorwiegend bei Naturstein und Mauerziegel bilden. Sie entstehen dadurch, dass sich die Salze in Wasser lösen und mit der Feuchtigkeit ins Bauwerk wandern. Beim Verdunsten des Wassers kristallisieren die Salze aus. Durch die Volumenvergrößerung führen die Ausblühungen zu Absprengungen oder Risse der Mauersteine oder des Putzes.


Sanierputz
Sanierputz ist ein poröser Werktrockenmörtel, der Schäden auf dem Mauerwerk saniert. Diese Schäden entstehen durch aufsteigende Feuchtigkeit wegen fehlender oder defekter Absperrschicht oder Dichtung, oder durch schädliche, aus dem Boden aufsteigende Salze im Sockelbereich. Sanierputze haben geringes Saugvermögen, sind in hohem Grade wasserdampfdurchlässig und weisen eine hohe Porosität auf. Dadurch kann neue Feuchtigkeit nicht tief eindringen oder aufsteigen, wodurch das Mauerwerk allmählich austrocknen und evtl. im Mauerwerk vorhandene Salze im Putz auskristallisieren. Für eine nachträgliche horizontale Feuchtigkeitssperre im Mauerwerk gibt es Sperrflüssigkeiten auf der Basis von Wasserglas.


Solarheizung
Wird für die Raumheizung Solarenergie genutzt, spricht man von einer Solarheizung. Dabei kann zwischen folgenden Typen unterschieden werden:
Passive Solarheizung - das Gebäude wird konsequent nach Süden ausgerichtet, damit der Großteil der Sonnenstrahlen 'eingefangen' werden kann.
Aktive Solarheizung - auf dem Dach des Gebäudes wird ein Kollektor installiert, der das Brauchwasser erwärmen und die Heizung unterstützen kann. Mit großen Wasserspeichern ist es sogar möglich, die Wärme für die kalte Jahreszeit zu speichern.


Sparrendach
Beim Sparrendach bilden zwei schräg stehende (zwischen 35° und 60°) Sparren und der waagerecht liegende Deckenbalken ein festes Dreieck. Dabei werden die schrägen Sparren oben am Dachfirst befestigt und am Fuß gegen das Auseinanderschieben auf den waagerecht liegende Deckenbalken montiert.


Thermographie
Thermographie ist ein Messverfahren, das den Wärmeaustritt eines Gebäudes misst. Das Verfahren baut darauf auf, das jeder Körper entsprechend seiner Temperatur Wärme abgibt. Eine Thermographiekamera kann diese Wärmestrahlung aufnehmen und in eine Oberflächentemperatur umwandeln. Die verschiedenen Temperaturen werden in unterschiedlichen Farben oder Grautönen verdeutlicht. So kann man beispielsweise bei einer Aufnahme einer Fassade deutlich die Fenster und Türen als Schwachstellen identifizieren. Unzureichende Isolation, Luftdurchlässigkeiten und Wärmebrücken sind Mängel, die man mitHilfe einer Infrarot- Kamera entdecken kann.


Traufe
Die Traufe ist die unterste, waagerechte Begrenzungslinie geneigter Dachflächen, an denen meist die Regenrinnen zum Abtransport des Regenwassers angebracht sind. Um diese Dachkante vor Feuchtigkeit zu schützen, leiten speziell geformte Traufziegel oder Traufbleche das Wasser in die Regenrinne. Die maximal zulässige Traufhöhe, also die Höhe der Traufe über der Geländeoberfläche wird oft im Bebauungsplan festgelegt.


Trockenestrich
Trockenestrich sind Elemente auf der Basis von Gips oder Holzfasern, die mit Nut-und-Feder-Verbindungen mit geeigneten Leimen verlegt werden und aufgrund ihrer Oberflächenbeschaffenheit im eingebauten Zustand eine nasse Weiterverarbeitung z.B. den Auftrag konventioneller Putze überflüssig machen.


Türmaße
Für den Einbau einer Tür muss man viele Maße beachten. Bei einflügligen Innentüren gibt es für die Breite folgende Rohbau-Richtmaße: 0,75 m, 0,875 m und 1,0 m. Die Höhe beträgt 2,00 m. Für Nebenräume und Kellerräume können auch Türen mit einer geringeren Höhe von 1, 875 m und einer geringeren Breite von: 0,625 m gewählt werden. Bei der richtigen Anordnung der Tür ist zu beachten, dass das Türblatt im geöffneten Zustand einen Mindestabstand von 8 cm zur Wand haben muss. Mit einem Abstand von 0,68 m hat die Tür eine vorteilhafte Anordnung, denn zwischen Tür und Wand passt nun ein Kleiderschrank.


U-Wert
Der Wärmeverlustkoeffizient (k-Wert), der die konstruktiv bedingten Wärmeverluste eines Kollektors angibt beschreibt u. a. die Güte der Wärmedämmung des Kollektors. Je kleiner der k-Wert, desto geringer die Wärmeverluste. Die Maßeinheit des k-Werts ist W/m2. Die neue Bezeichnung ist U-Wert.


Umkehrdach
Das Umkehrdach ist die Bezeichnung für einen unbelüfteten Flachdachaufbau, der im Gegensatz zum konventionellen Flachdach eine völlig andere Reihenfolge seiner Schichten aufweist. Die Dämmung liegt oberhalb der Dachhaut und ist somit dem Regen stärker ausgesetzt. Man verwendet daher nur wasserunempfindliche Dämmungen, wie Schaumglas, Polyurethan oder Polystyrol. Auf der Dämmung muss Kies oder Gehwegplatten liegen, damit diese nicht wegwehen kann. Bei dieser Konstruktion besteht keine Gefahr der Tauwasserbildung, weshalb es ein sinnvoller Flachdachaufbau ist.


Unterspannbahn
Die Unterspannbahn ist ein Material zum Schutz der Wärmedämmung. Sie wird bevorzugt aus diffusionsoffenem Kunststoff gefertigt, um darunter eingedrungene Feuchtigkeit den Austritt zu ermöglichen.


Vakuum-Röhrenkollektoren
Vakuum-Röhrenkollektoren sind Sonnenkollektoren, bei denen sich der Absorber in einem luftleeren (evakuierten) Glasrohr befindet und dadurch die Energieverluste im Vergleich zum Flachkollektor weiter reduziert und Temperaturen bis 150 Grad Celsius erreicht werden können. Vakuumkollektoren können auch bei leicht bedecktem Himmel aufgrund des hohen Wirkungsgrades Energie produzieren.


Verblendmauerwerk
Das Verblendmauerwerk (Sichtmauerwerk) stellt die äußere Schale eines zweischaligen Mauerwerks dar, das mit Verblendern bekleidet ist. Der Zwischenraum kann mit einer Kerndämmung versehen werden, allerdings muss dabei auf eine ausreichende Hinterlüftung der Dämmung geachtet werden.


Verbundsicherheitsglas
Verbundsicherheitsglas ist ein speziell gefertigtes Sicherheitsglas, das aus zwei Einzelscheiben besteht. Die Einzelscheiben sind auf eine sehr zähe, widerstandsfähige Folie geklebt. Je zäher und dicker diese Folie ist, desto größer ist die Einbruchhemmung. Da bei Verbundsicherheitsglas die beiden Einzelscheiben fest auf die Folie geklebt sind, bleiben die Splitter im Falle einer Beschädigung auf der Folie haften.


Walmdach
Das Walmdach ist eine Dachform, bei der alle Giebelseiten heruntergezogene Dachflächen (Walme) aufweisen und somit an allen Seiten eine Traufe besitzt. Je nach Anordnung und Stärke der Abschrägungen unterscheidet man zwischen Vollwalmdach, Krüppelwalmdach, Halbwalmdach und Fußwalmdach. Am häufigsten wird das Walmdach als Pfettendach ausgeführt. Diese Konstruktion ist nicht nur relativ einfach umzusetzen, sondern auch sehr kostengünstig.


WDVS
Das Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) ist die Bezeichnung für ein System zur Wärmedämmung, das aus einer Dämmung und wenigstens zwei Beschichtungen besteht, von denen mindestens eine armiert ist. Die Thermohaut findet bei Neubauten Anwendung, eignet sich aber auch zur nachträglichen Altbaudämmung. Die Wärmedämmplatten, meist aus Polystyrol und in verschiedenen Stärken, werden mittels Klebemörtel oder Dübeln an der Außenwand befestigt. Zur Verstärkung der Dämmplatten wird eine Armierungsschicht aufgetragen und ein reißfestes Armierungsgewebe eingearbeitet, das in die Armierungsschicht gedrückt wird, so dass ein sogenanntes „Nass in Nass- Arbeiten“ notwendig ist. Die letzte, äußere Schicht ist ein wasserabweisender Putz oder ein Sparverblenderverband.


Weiße Wanne
Eine weiße Wanne ist ein wasserundurchlässiges Bauwerk, das neben seiner Abdichtung gegen eindringende Feuctigkeit auch eine tragende Funktion übernimmt. Die weiße Wanne wird aus wasserundurchlässigen Beton (WU-Beton) hergestellt. Sie ist nicht absolut wasserdicht. Wasserdampf kann infolge von Diffusion, kapillare Saugfähigkeit und Rissbildung eindringen (Rissbreite max. 0,2 mm). Wasserundurchlässig bedeutet, das kein flüssiges Wasser eindringen darf. Eine zusätzliche Abdichtung kann durch eine Bitumenbeschichtung oder Kunstoffbahnen erfolgen. Dies wird aufgrund der dunklen Fareb des Bitumens als Schwarze Wanne bezeichnet. Eine Dränage, die das Wasser mittles gelochter Rohre abführt, ist ein weiterer Schutz vor Feuchtigkeit in Bauwerken.


Wintergarten
Ein Wintergarten kann bei Neubauten von vorneherein geplant oder nachträglich an ein bestehendes Gebäude angebaut werden. Er stellt eine attraktive, lichtdurchflutete Erweiterung des Wohnraums dar. Aus energetischer Sicht müssen Wintergärten allerdings vorsichtig beurteilt werden. Falsch geplant oder genutzt kann ein Wintergarten einen erheblichen Energieverlust verursachen, zum Beispiel wenn er im Winter direkt oder indirekt über zum Wohnraum geöffnete Türen mit beheizt wird. Daher kann nur ein unbeheizter Wintergarten zur Energieeinsparung beitragen. Um die passive Sonneneinstrahlung optimal auszuschöpfen, sollte der Wintergarten eine Süd-West oder Süd-Ost- Ausrichtung haben.


WU-Beton
WU-Beton ist die Abkürzung für wasserundurchlässiger Beton, welcher in form der weißen Wanne unter Erdreich liegende Gebäudeteile vor eindringender Feuchtigkeit schützt.WU-Beton ist allerdings nicht wasserdicht. Wasserdampf kann infolge von Kapillarwirkung, Rissbildung in den Beton diffundieren.


Wärmebrücke
Wärmebrücke ist die Bezeichnung für verstärkten Wärmedurchtritt mit der Gefahr von Kondenswasser- und Schimmelpilzbildung.
Betroffen sind Stellen im Bauteil, die Wärme schneller nach draußen ableiten als andere Teile, also wesentlich schlechter wärmedämmend wirken. Vor allem in älteren Gebäuden hat man schlecht wärmedämmende Betondecken bis zur Kante des Außenmauerwerks geführt. Da Beton ein sehr guter Wärmeleiter ist, kommt es in diesem Bereich zu starken Wärmeverlusten und damit zu kühlen Wandoberflächen. Ähnlich gefährdet sind Balkone, Fensterlaibungen, aber auch Raumecken, weil hier höhere Wärmeverluste entstehen als im normalen Wandbereich (siehe geometrische Wärmebrücke). Eine Außendämmung beseitigt die Wärmebrücke bei Betondecken. Auch eine Wärmedämmung von Innenwand und Decke kann möglicherweise sinnvoll sein. Es muss aber stets auf eine lückenlose Dämmung geachtet werden, Lücken, Spalten oder andere Problemstellen kann man ausschäumen oder mit Stopfwolle ausfüllen. Generell unterscheidet man zwischen Geometrische Wärmebrücke und Stoffliche Wärmebrücke.


Wärmeleitfähigkeit
Die Wärmeleitfähigkeit in W/(mK) gibt an, welche Wärmemenge in einer Stunde durch einen Quadratmeter einer 1 m dicken Baustoffschicht hindurchgeht, wenn der Temperaturunterschied zwischen den beiden Oberflächen 1 Kelvin beträgt. Sie ist ein wichtiges Kriterium für die Qualität von Dämmstoffen. Je kleiner die Wärmeleitfähigkeit, desto besser ist die Wärmedämmeigenschaften des Baustoffs. Die Wärmeleitfähigkeit wird von der Dichte des Baustoffes und der Feuchtigkeit beeinflusst. Je mehr Poren ein Baustoff hat, desto geringer ist die Wärmeleitfähigkeit, da Luft gut dämmt. Je mehr Feuchtigkeit ein Baustoff hat, desto höher ist die Wärmeleitfähigkeit. Ein Baustoff mit einer geringen Dichte und einer geringen Feuchtigkeit hat also gute Dämmeigenschaften.


Wärmepumpe
Die Wärmepumpe nimmt gespeicherte Wärme aus der Umwelt (Luft oder Wasser) bei niedriger Temperatur auf (kalte Seite) und gibt sie mittels Energiezufuhr bei höherer Temperatur wieder ab (warme Seite). Dies geschieht mittels Verdampfer, Verdichter und Verflüssiger, die die wichtigsten Bestandteile jeder Wärmepumpe sind. Ein Kältemittel wird verdampft und nimmt dabei Niedertemperatur-Wärme auf. Der Kältemitteldampf wird verdichtet. Beim anschließenden Verflüssigen wird die gespeicherte Wärme bei höheren Temperaturen wieder frei gesetzt.


Wärmetauscher
Der Wärmeaustauscher überträgt die Wärme, die bei der Verbrennung im Heizkessel frei wird, an das Heizungswasser, das als Vorlauf durch die Heizungsrohre fließt, die Räume mit Wärme versorgt und abgekühlt zum Heizkessel zurückfließt. Brennwertkessel haben trotz ihrer kompakten Bauweise besonders große Wärmeaustauscherflächen. Dadurch können sie auch die Abgaswärme zum großen Teil nutzen.


Zwischensparrendämmung
Bei der Zwischensparrendämmung gibt es einige Punkte zu beachten:
1) Ist das Dach nach außen hin diffusionsoffen (kann also Feuchtigkeit nach außen hin entweichen) ? Wenn dies nicht der Fall ist, z.B. bei mehreren Schichten Dachpappe, kann die Feuchtigkeit nicht abtransportiert werden, wenn man eine Dämmung einbaut. Sie sammelt sich zwischen Dämmung und Dachpappen.
2) Die Dachsparren reichen in Ihrer Höhe nicht aus, um eine optimale Dämmungsdicke unterzubekommen.Um die Probleme von 1 zu lösen, gibt es zwei Möglichkeiten. Man lässt zwischen Dämmung und diffusionsdichte Schicht eine Belüftungsebene (ca. 4 cm). Raumseitig muss die Dämmung mit einer Dampfbremse (sd>2m) geschützt werden. Bei dieser Konstruktion ist nachteilig, dass durch die Belüftungsebene die Dämmungsdicke verringert wird. Die zweite Möglichkeit ist auf die Belüftungsebene zu verzichten, dann benötigt man eine Dampfsperrschicht mit einem sd-Wert von > 100 m. Die Konstruktion sollte nach außen hin immer diffusionsoffener werden, damit Feuchtigkeit abziehen kann. Eine Belüftungsebene würde man dann von der Traufe bis zum First immer zwischen zwei Balken einbauen und diese an First und Traufe mit Zu- und Abluftöffnungen versehen. Siehe dazu die Zeichnungen. Das Problem, dass die vorhandenen Sparren nicht die nötige Höhe haben, kann man dadurch lösen, dass die Sparren aufgedoppelt werden oder mit seitlich angeschraubten Bohlen versehen werden. Siehe Zeichnung. Von größter Wichtigkeit ist, dass die Dampfsperrschichten luftdicht eingebaut werden. Schornsteine, Dachflächenfenster und alle anderen Bauteile, die die Dampfsperre durchdringen, müssen zusätzlich mit einer Dichtungsmasse oder Dichtungsbändern abgeklebt werden, um die erforderliche Dichtheit zu Erlangen. Die Energieeinsparverordnung fordert beim Einbau von Dämmschichten einen U-Wert von < 30 W/m²K. Das entspricht ungefähr einer Dämmstoffdicke von 16-18 cm für Dämmstoffe mit der Wärmeleitzahl von 040. (Um einen Niedrig-Energie-Standard zu erreichen müsste man ca. 30 cm des gleichen Dämmstoffes einbauen) Geeignet sind Dämmstoffe, die sich leicht zu schneiden lassen, wie z.B. Mineralfaserbahnen, Baumwoll-, Flachs-,oder Hanfbahnen oder Zellulose.


Ökologische Dämmstoffe
Ökologische Dämmstoffe: Schilfrohr, Kokosfasern, Zelluloseflocken, Baumwolle, Schafwolle, Flachs, Holzfaserplatten, Holzwolle.-Leichtbauplatten